erfinden • programmieren • konstruieren

OB eröffnet Hamms ersten Makerspace

FabLab und Ideenwerk bieten Jugendlichen Einstieg in analoges und digitales Werken

Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann und Christoph Dammermann, Staatssekretär im NRW-Wirtschafts- und Innovationsministerium, haben heute im Rahmen der Digitalen Woche Hamms ersten Makerspace eröffnet. Hier ist auch das Ideenwerk des ZDI-Zentrums Hamm zu Hause, das Jugendliche mit einer Neigung zu Naturwissenschaften und Mathematik gezielt fördern wird. Unter fachkundiger Anleitung lernt der MINT-Nachwuchs hier sowohl analoges als auch digitales Werken. Wer bislang nur mit der „Wischtechnik“ auf Handy und Tablet vertraut ist, kann im Makerspace ab sofort erste Erfahrungen mit realen handwerklichen Tätigkeiten machen: In der Holzwerkstatt des FabLab Hamm-Westfalen wird gesägt, geschraubt und genagelt, um eigene Ideen in reale Objekte zu verwandeln. Gleich nebenan gibt es im Ideenwerk, dem außerschulischen Lernort des ZDI, eine hochwertige digitale Ausstattung. Um hier die eigenen Ideen in reale Objekte zu verwandeln, muss zuerst das Programmieren erlernt werden. Auch das geschieht unter fachkundiger Anleitung. Im besten Fall kommt dann beispielsweise die Büste von der eigenen Oma oder einem anderen „Lieblingsmenschen“ aus dem 3D-Drucker. In regelmäßigen Workshops und mit offenen Angeboten werden Jugendliche nach und nach befähigt, die komplexe Technologie zu beherrschen.

Synergien sind beabsichtigt: Schülerinnen und Schüler, aber auch Auszubildende und Studierende, treffen im Makerspace regelmäßig auf Angehörige von Hammer Unternehmen. Ihnen wird bei der praktischen Arbeit in einer lockeren, interdisziplinären Atmosphäre immer wieder die Möglichkeiten geboten, Auszubildende und Fachkräfte von Unternehmen und auch Studierende kennenzulernen. Außerdem soll sich der Makerspace mit seiner offenen Werkstatt zu einem Treffpunkt der regionalen „Maker“-Szene in Hamm etablieren. Dem Trägerverein FabLab Hamm-Westfalen e.V. haben sich bereits mehr als 35 „Maker“ angeschlossen. „In ungezählten Stunden ehrenamtlicher Arbeit haben die Aktiven des Vereins die angemieteten Räume im 2. Obergeschoss der ehemaligen Verwaltungszentrale der Maschinenbaufabrik Banning reaktiviert. Das ist in hohem Maße anzuerkennen“, sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann. „Dafür bedanke ich mich heute bei dieser Gelegenheit sehr herzlich.“

Der Standort wurde bewusst ausgewählt. „Ein Stück Industriegeschichte Hamms wird zum Ausgangspunkt für den Aufbruch in die digitale Zukunft“, sagte Wirtschaftsförderer Dr. Karl-Georg Steffens. Entscheidend für die Standortwahl sei aber die zentrale Lage in der Innenstadt gewesen. Im Umkreis von einem Kilomenter könnten mehrere tausend Schüler und Berufsschüler sowie Studierende die neue Einrichtung erreichen.